Montag, 29. Oktober 2007

Tage 4, 5 und 6: Auf Abenteuer

Dieses Wochenende war ich hauptsächlich damit beschäftigt bisschen Indiana Jones zu spielen!

David, ein junger Techniker hatte frei und zeigte mir viele tolle Sachen auf der Halbinsel.
Freitags fuhren wir gleich nach der Arbeit los um in unterirdischen Süßwasserseen baden zu gehen.

Ganz Yukatan besteht hauptsächlich aus Kalkstein in dem das ganze Regenwasser versickert und sich in Hohlräumen sammelt.
Diese Hohlräume sind manchmal richtig große Höhlen und wenn deren oft sehr dünne Decke einstürzt hat man Zugang zu Badeplätzen der ganz besonderen Art, Cenote genannt.
Andererseits ist es auch sehr gefährlich im Wald herum zu spazieren da angeblich immer wieder paar Leute spurlos verschwinden, natürlich bevorzugt betrunkene, die spielen nämlich auch in den alten Maya Geschichten immer eine Rolle.

Vermutlich gibt’s einen ganzen Haufen auf natürliche art beerdigter Wasserleichen.

Um zu diesen Cenote’s zu gelangen fuhren wir mit einem witzigen Wagerl welches von einem zwergwüchsigen Pferd oder Esel gezogen wurde.
Diese Bahn stammt noch aus der Zeit als das Hauptgeschäft auf Yukatan die Sisal Gewinnung war und dazu die Ernte von den Agaven Feldern in die Fabrik gebracht wurde um dort Seile und Ähnliches zu fertigen.
Dem Alter entsprechend war auch der Zustand der Schienen welche bei den Übergängen der Teilstücke oft paar Zentimeter voneinander abstanden.
Obwohl ich fest damit rechnete jeden Moment zu entgleisen und mich mit irgendeinem akrobatischen Kunststück in Sicherheit zu begeben passierte wundersamer weise nichts.

Samstag fuhren wir quer über die Halbinsel Richtung „Tulum“ um die alten Maya Plätze in „Coba“ zu besuchen.
Die riesige Anlage liegt mitten im Dschungel an 2 Seen und ist am Besten mittels Fahrrad zu erkunden.
Bis jetzt wurde sie nicht vollkommen freigelegt was hoffentlich auch so bleibt denn es ist schon beeindruckend wie sich die Natur alles wieder zurückholt.
Bäume und Sträucher wachsen kreuz und quer über die alten Pyramiden und Plätze und verleihen dem ganzen Ort ein ganz eigenes Flair.

Da es eine ziemlich mühsame Autofahrt nach Coba ist und Tulum nur 50km entfernt an der Südküste liegt beschlossen wir uns dort für die Nacht ein Strandhäuschen zu mieten.
Am ersten Blick wirkt dort alles sehr paradiesisch, was es auch ist.

Aber wenn einem das rauschen der Wellen mehrmals dazu zwingt einen Weg aus dem Moskito Netz, dem wackeligen Hängebett durch die Finsternis der Nacht aufs unbeleuchtete Gemeinschaftsklo zu finden ist es gleich vorbei mit dem Paradies.

Eine einfache Cabana kostet zwischen 25 und 45 Dollar die Nacht, will man eine mit eigenem Klo und Bad kann man in der Hauptsaison schon bis zu 300 Dollar die Nacht hinlegen, die ist dann vermutlich aus handgeschnitzen Kirschholz mit Perlmut Topferl oder so.

Das Meer ist dort aber glasklar, es gibt jede Menge Fische und Krabben zu beobachten und der Sand am Strand ist fein wie Mehl.

Auf der Heimreise haben wir gleich noch die berühmte Mayastadt in Tulum besucht welche angeblich die einzige ist die direkt am Meer liegt.

Am Abend wollten wir noch die Fotos von unserer wegwerf-unterwasser Kamera, welche wir in den Cenotes mit hatten, vom Entwickeln holen jedoch sind nur 5 der 27 Fotos was geworden womit sich bestätigt hat das das Ding zum schmeißen ist.

http://picasaweb.google.at/professor.pics/Mexico2007

Morgen gehts weiter nach Monterrey, dort ist es sicher nicht so spannend wie hier:-(

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dere Prof,

und hast die lara auch wo getroffen ? echt genial die bilder
soll i da dein rad'l schicken damit du dort im wald etwas radl'n kannst ! gutes foto vom wächter.
gruss
toleranz

professor hat gesagt…

hehe, die lara hat ihr ticket schon. indiana jones und lara werden dann gemeinsam auf schatzsuche gehen:-)

radln wäre fein, schön langsam machen die mais tortillas nämlich blad.
bei dem klima lass ichs aber freiwillig bleiben.

lieben gruß an die familie!